Gold – ein faszinierendes Metall

Wie sehr Gold Menschen in seinen Bann zieht, ist bereits an unserem Wortschatz zu erkennen. Dort finden sich Begriffe wie Goldfieber sowie Goldrausch und dank James Bond kam der Goldfinger hinzu. Darüber hinaus gibt es Fakten zu diesem Edelmetall, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen!

Gold hat seinen Namen vom angelsächsischen Wort „Geolo“ für Gelb. Das in der Chemie für Gold verwendete Symbol Au kommt vom lateinischen Wort für Gold „Aurum“. Dementsprechend ist Aurophobie die Angst vor Gold.

Gigantisches Gold

Wussten Sie, dass der weltweit größte Goldbarren satte 250 kg wiegt?
Die wertvollste Münze, die gesetzliches Zahlungsmittel ist, ist eine 1-Millionen-US-Dollar-Münze aus Australien. Allerdings wird damit keine Rechnung in dieser Höhe beglichen, denn diese Münze wiegt 1.000 kg. Da der Reinheitsgehalt bei 99,99% liegt, hat sie einen realen Wert von rund 45 Millionen US-Dollar.

Gold ist überall und dennoch rar

Gold wurde zwar auf allen Kontinenten der Erde entdeckt, es ist dennoch eines der seltensten Metalle überhaupt. Das liegt vornehmlich daran, dass fast alles Gold auf der Erde außerirdischen Ursprungs ist. Asteroiden und Meteoriten schlugen in Urzeiten auf der Erdoberfläche ein und brachten quasi als Entschädigung Gold mit. Deshalb finden sich die reichsten Goldvorkommen im All. Die NASA schätzt, dass der erdnahe Asteroid Eros etwa 20 Milliarden Tonnen Gold enthält.

Auf der Erde liegen etwa 20 Millionen Tonnen Gold im Meer, meist in Tiefen, die derzeit einen Abbau unrentabel machen. Das meiste Gold ist in Südafrika, in Witwatersrand zu finden, denn dort wurden mehr als 50% des Goldes abgebaut, das heute im Handel erhältlich ist.
Weil Gold so selten und wertvoll ist, haben seit jeher Tüftler und Erfinder versucht, Gold künstlich herzustellen. Dies ist inzwischen möglich. Allerdings ist der Energieaufwand derart hoch, dass die Herstellungskosten den Goldwert übersteigen würden.
Der Alchemist Hennig Brand glaubte, Gold aus menschlichem Urin destillieren zu können. Nachdem er 1.500 Gallonen Urin bevorratet und gekocht hatte – entdeckte er Phosphor.

Natürliche Goldvorkommen

Allerdings gibt es auch Gold, das von der Natur hergestellt wird.
Laut australischen Forschern könnte sich Gold bei Erdbeben fast augenblicklich in der Erdkruste ablagern. Die Forscher haben herausgefunden, dass Gold entsteht, wenn ein Erdbeben einen mit Flüssigkeit gefüllten Felsbruch aufweitet. Dies führt zu einem Druckabfall, wodurch in der Flüssigkeit gelöstes Gold auslaugt. So könnte die Bildung der weltweiten natürlichen Goldvorkommen zu erklären sein, denn ein Großteil dieses Goldes befindet sich in Quarzadern, die sich vor bis zu drei Milliarden Jahren während des Aufbaus von Bergen gebildet haben.

Wie selten ist Gold wirklich?

Anhand von einigen Beispielen wird deutlicher, wie rar Gold ist.
Die Welt gießt in einer Stunde mehr Stahl, als im Laufe der Geschichte Gold gegossen wurde.
Übrigens: all dieses Gold würde bei einer Reinheit von 99,99 % bequem in drei Schwimmbecken mit olympischen Abmessungen passen.
Und Gold ist unglaublich aufwendig abzubauen. Apple hat im Jahr 2015 2.204 Pfund Gold von kaputten iPhones zurückgewonnen. Das entspricht einem Wert von etwa 40 Millionen US-Dollar.
Und das war einfach, denn eine Tonne iPhones liefert 300-mal mehr Gold als eine Tonne Golderz.

Gold sichert Währungen

Wussten Sie, dass ungefähr ein Fünftel des von den Regierungen der Welt gehaltenen Goldes im Wert von rund 248 Milliarden US-Dollar unter den Straßen von London lagert?
Indische Hausfrauen können fast mithalten. In Indien ist Goldschmuck quasi der Ersatz für die Rentenversicherung der Frauen, sollte der Gatte vor ihnen sterben. Deshalb tragen und besitzen Inderinnen unglaubliche Mengen von Goldschmuck. Indische Hausfrauen halten circa 11% des weltweiten Goldes. Das ist mehr als die Reserven der USA, des IWF, der Schweiz und Deutschlands zusammen.

Gold für die Gesundheit

Gold ist essbar. Wer es nicht glaubt, sollte eine Städtereise nach Berlin buchen. In Kreuzberg gibt es einen Imbisstand, an dem wird die berühmte Berliner Currywurst auch mit Blattgoldauflage angeboten.
Das ist auch nicht tragisch oder schädlich, denn unser Körper enthält bereits ungefähr 0,2 Milligramm Gold, das meiste davon in unserem Blut.

Diese Menge kann aus medizinischen Gründen erhöht werden. Forscher haben festgestellt, dass das Injizieren von Gold in den Körper bei der Krebsbekämpfung hilfreich sein kann. Außerdem werden sogenannte Goldimplantationen durchgeführt. Dabei werden durch eine Hohlnadel winzige Goldstifte nahe von Gelenken platziert, auch entlang der Wirbelsäule, was sich bei Arthritis und Rheuma bewährt hat.

Auf der arabischen Halbinsel wurde Gold auf ungewöhnliche Weise zur Gesunderhaltung eingesetzt. Im Jahr 2014 startete Dubai ein Programm, das stark übergewichtigen Kindern 2 Gramm Gold für jedes Kilogramm an Gewicht zahlt, das sie verlieren. Und das ist viel, verglichen mit einer Olympischen Goldmedaille, denn diese enthält lediglich 1,34% Gold.