Gold – Von der Mine bis zur Halskette

GoldketteGold ist ein weltweit verbreitetes Statussymbol. Seit vielen Jahrhunderten ist das Metall ein Gegenstand von Wert und Ansehen. Schon zu den Zeiten der Ägypter war das edle Metall eine feste Währungseinheit und wurde für den Handel von Waren benutzt. Wenn wir heute über Gold sprechen, dann meist nur noch in Verbindung mit Schmuck. Golduhren, Ketten und Ringe sind derzeit äußerst beliebt und werden in vielen verschiedenen Formen und Varianten gekauft. Wo das Material herkommt und wie daraus letztendlich ein Schmuckstück wird, fragen sich die Wenigsten.

 

Wo kommt das edle Metall her?

 

Der Prozess vom rohen Gold bis hin zur Kette ist ein sehr langwieriger und vor allem auch gefährlicher Weg. Große Mengen Sprengstoff werden in den Minen verwendet, um möglichst viel rohes Gold zu finden. Diese Sprengungen sind nie ungefährlich und müssen in der Regel unter professioneller Aufsicht durchgeführt werden. In Ländern wie Afrika, Guatemala und Peru, wo große Goldvorkommen ansässig sind, passiert das jedoch nur selten. Nach der Sprengung gibt es viele Möglichkeiten das Gold vom Gestein zu trennen, die Zyanidmethode ist eine der gängigsten. Hier werden große Gesteinshaufen zusammengekehrt und wochenlang mit einer Zyanidlösung beträufelt. Die chemische Substanz sorgt dafür, dass sich die Goldspuren vom Gestein trennen. Im Schnitt werden jedoch nur etwa zwei bis fünf Gramm pro Tonne Schutt gewonnen. Das gewonnene Rohgold wird infolgedessen zu einem Doré-Barren gegossen. In diesem Barren sind noch weitere Bestandteile wie Silber und Kupfer zu finden. Die Konzentration an Gold liegt hier jedoch schon bei etwa 80 Prozent. Um am Ende Feingold zu gewinnen, wird das Material ein zweites Mal behandelt. Hier werden restliche Spuren von Kupfer oder Silber beseitigt, um die höchstmögliche Goldkonzentration zu erreichen.

 

Vom Barren zur Goldkette

 

Sobald ein Goldschmied oder Juwelier mit einer Goldwerkstatt Gold kauft, kann die Bearbeitung und Neuanfertigung von Schmuck beginnen. In der heutigen Zeit sind personalisierte Ketten und Ringe im Trend. Auch hier muss unterschieden werden, ob ein bestimmtes Objekt mit Gold legiert, also überzogen, oder aus massivem Vollgold bestehen soll. Hier wird ebenfalls in verschiedene Feingehalte unterschieden. So hat das gängigste Legierungsgold acht Karat und einen Goldgehalt von 33,3 Prozent. 24 Karat Gold hat einen reinen Goldgehalt von 99,9 Prozent und ist somit das reinste Gold auf dem Markt. Entscheidet sich der Kunden für eine Goldkette, kann er zwischen hunderten Formen und Verzierungen entscheiden, je nach Schmied können unter anderem auch persönliche Wünsche berücksichtigt werden. Bei der Fertigung einer Voll-Goldkette wird das reine Gold in eine bestimmte Form gegossen und ausgehärtet. Wird eine Kette nur legiert, wird sie lediglich mit dem jeweiligen Gold überzogen.

Bis es also zum Kauf von Goldschmuck und anderen Materialien kommt, müssen viele Schritte aus der Mine bis hin zum Händler beachtet werden, die dem durchschnittlichen Verbraucher im ersten Moment meist nicht bewusst sind.